Shiatsu

Shiatsu entstammt der fernöstlichen Lebenskunde und Philosophie.

Shi = Finger, atsu = Druck ist in Japan als eigenständige Behandlungsmethode staatlich anerkannt. Ausgebildet an einer der ersten Shiatsuschulen Japans begründete Shizuto Masunaga seinen eigenen Stil (Zen Shiatsu), in dem er die östliche Medizin mit der westlichen Physiologie verband. Durch seine Schüler, darunter Pauline Sasaki („Quantum Shiatsu“ ), wurde Shiatsu auch in den USA und Europa bekannter und unter dem Einfluss westlicher Wissenschaft und Erfahrung in der Anwendung angepasst und weiterentwickelt.

Grundlage ist ein Meridiansystem (nach Masunaga), in dem, im Gegensatz zur Akupunktur, nicht die einzelnen Punkte die entscheidende Rolle spielen, sondern der ganze Meridian behandelt wird.

Der Shiatsupraktiker erfasst die Energiebewegung eines Menschen und kombiniert sie mit dessen Lebensäußerungen. So entsteht ein individuelles Bild dieser Person. Durch seine tief wirkende Berührung mit den Händen und seiner inneren Haltung, kann der Shiatsupraktiker den Energiefluss wirksam anregen und somit auf die momentane Bedürfnislage des Menschen eingehen. Es entsteht eine besondere Art der Begegnung zwischen Liegendem und Akteur.

Shiatsu wird traditionell auf der Matte am bekleideten Körper ausgeübt. Mittlerweile bieten Shiatsupraktiker ihren Klienten auch die Möglichkeit, auf einer Massagebank liegend oder auf einem Spezialstuhl sitzend die Shiatsu-Anwendung auszuführen.

Umfassendere Informationen erhalten Sie unter www.shiatsu-gsd.de.

Wirkung

„Heute bin ich gut drauf!“ Jeder hat eine genaue Vorstellung von diesem Zustand: die Lebensgeister sind wach, die Bewegungen fühlen sich rund und kräftig an und kommen in strahlenden Augen zum Ausdruck. Man könnte Berge ausreißen, das wäre eine nach außen gerichtete Komponente, nach innen gerichtet fühlt man hingegen die innere Ruhe, Freude und Entspannung. Der Komiker Karl Valentin bezeichnete es einmal mit folgenden Worten: „Heut mache ich Urlaub bei mir selbst“.

Anders ausgedrückt hieße das: „sich in Balance fühlen“, d. h. alle Lebenskräfte fließen, nichts blockiert oder hält den Energiefluss auf. Shiatsu ist ein Weg zu den inneren Kräften (Lebensenergie), die uns fürs Leben mitgegeben sind, aber durch die jeweiligen Lebensumstände, Gefühle, Krankheiten usw. nicht immer verfügbar sind.

Die Anregung dieses Energieflusses

  • erfolgt direkt an und mit den Meridianen (Energiebahnen).
  • stärkt das Immunsystem , regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an und fördert somit Gesundheit und Leistungsvermögen.
  • fördert die körperliche und seelische Ausgeglichenheit;
    Entspannung und Wohlbefinden lässt uns das Leben sinnvoller und intensiver erleben.
  • fördert die körperliche Selbstwahrnehmung.
  • unterstützt verschiedene ärztliche Heilmaßnahmen.

Shiatsu kann in jedem Alter durchgeführt werden. Jeder ist eingeladen, diesen Weg zu gehen und dabei die wohltuende Wirkung einer Shiatsu-Anwendung zu spüren. Auch in naturheilkundlich orientierten Krankenhäusern, in Altenheimen und im Hospiz sind Kolleginnen und Kollegen mit langjähriger Erfahrung tätig.

Shiatsu - Berührung, die bewegt

So lautete die Überschrift des Shiatsu-Kongresses 2008 in Freiburg und bringt genau das zum Ausdruck, was Shiatsu möchte: berühren und bewegen auf allen Ebenen: körperlich – geistig - seelisch.